Fachkräfte für Arbeitssicherheit tragen eine zentrale Verantwortung: Sie ermitteln Risiken, bewerten Gefahren und sorgen dafür, dass die Mitarbeiter sicher arbeiten können. Eine der häufigsten und kritischsten Gefährdungen am Arbeitsplatz ist Lärm. Übermäßige Lärmbelastung kann nicht nur dauerhafte Gehörschäden verursachen, sondern auch den Stress erhöhen, die Konzentration verringern und das Unfallrisiko erhöhen.
Um dies zu verhindern, muss die Deutsche Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) verpflichtet die Arbeitgeber, die Lärmbelastung der Beschäftigten zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen Unternehmen dabei durch fachkundige Beratung, Messungen und Dokumentation.
Warum Lärmmessungen unerlässlich sind
Lärmmessungen bilden die Grundlage für jede Risikobewertung, wenn:
- Maschinen, Werkzeuge oder Geräte erzeugen einen hohen Lärmpegel
- Mitarbeiter berichten über Hörprobleme, Stress oder Müdigkeit
- Arbeitsplätze werden neu eingerichtet oder verändert
- Es besteht Grund zu der Annahme, dass die Expositionsgrenzwerte überschritten werden könnten
- Der Lärmpegel übersteigt regelmäßig 80 dB(A)
Die Ergebnisse dieser Messungen bestimmen, ob technische, organisatorische oder persönliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, wie z. B. Lärmschutz, reduzierte Expositionszeit oder die Verwendung von Gehörschutz.
Wann und wie die Messungen durchgeführt werden müssen
Der LärmVibrationsArbSchV legt zwei wichtige Expositionsschwellenwerte fest:
| Handlungsebene | Täglicher Lärmexpositionspegel (LEX,8h) | Spitzenschalldruckpegel (LC,peak) |
| Untere Auslöseschwelle | 80 dB(A) | 135 dB(C) |
| Obere Auslöseschwelle | 85 dB(A) | 137 dB(C) |
Wenn die niedrigerer Auslösewert überschritten wird, muss der Arbeitgeber Lärmmessungen durchführen, die Arbeitnehmer informieren und Gehörschutz bereitstellen.
Wenn die obere Auslöseschwelle überschritten wird, ist das Tragen von Gehörschutz vorgeschrieben, und es müssen weitere technische oder organisatorische Maßnahmen getroffen werden.
Die Messungen werden in der Regel mit Hilfe von:
- Schallpegelmesser (z.B.. Optimus+) für punktuelle oder flächenhafte Messungen
- Lärmdosimeter (z.B.. doseBadge5) für die Überwachung der persönlichen Exposition
- Langfristige Überwachungssysteme (z.B.. Quantum Outdoor Lärmmonitor) für kontinuierliche oder automatisch protokollierte Messungen
Lärmbewertungen sollten immer dann wiederholt werden, wenn sich die Arbeitsbedingungen ändern, neue Maschinen installiert werden oder Lärmschutzmaßnahmen eingeführt werden.
Praktische Beispiele für Lärmmessungen
Beispiel 1: Werkstatt mit verschiedenen Maschinen
Der Geräuschpegel wird in der Regel mit einem Schallpegelmesser. Mehrere Messpunkte an verschiedenen Arbeitsplätzen helfen bei der Ermittlung von Durchschnitts- und Spitzenwerten der Belastung.
Beispiel 2: Montage- oder Wartungsarbeiten vor Ort
Für mobile Arbeitsumgebungen, Lärmdosimeter die während des Arbeitstages getragen werden, erfassen die tatsächliche persönliche Exposition, auch wenn die Bedingungen variieren.
Beispiel 3: Produktionshalle mit kontinuierlichem Betrieb
Hier, Langzeitüberwachung wird empfohlen, um Lärmschwankungen über mehrere Schichten oder Tage hinweg zu erfassen. Systeme wie zum Beispiel Quantum Outdoor Lärmmonitor oder Quantum Indoor Lärmmonitor automatisch Daten aufzeichnen und in die Cloud hochladen.
Wichtige Überlegungen für genaue Messungen
Zuverlässige Lärmbewertungen hängen von mehreren Faktoren ab:
- Position des Mikrofons: in Ohrhöhe der Arbeitnehmer oder an repräsentativen Arbeitsplätzen
- Dauer der Messung: lang genug, um alle typischen Aufgaben zu erfassen und den gesamten Arbeitstag widerzuspiegeln (LEX,8h)
- Frequenzgewichtung: A-Bewertung für Dauerlärm, C-Bewertung für Spitzenlärm
- Kalibrierung: vor und nach jeder Serie zu überprüfen, indem Sie ein akustischer Kalibrator (z.B.. CR:514)
- Dokumentation: Aufzeichnung und Analyse von Daten mit Software wie z. B. AnalyzerPlus
Die Messungen sollten in Übereinstimmung mit folgenden Vorschriften durchgeführt werden DIN EN ISO 9612in der die Verfahren zur Bestimmung der Lärmexposition am Arbeitsplatz festgelegt sind.
Eine gründliche Lärmbewertung ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Fachleute für Arbeitssicherheit müssen sicherstellen, dass die Messungen regelmäßig und korrekt durchgeführt werden, um Risiken frühzeitig zu erkennen.
Mit Cirrus Research Lösungen - von tragbaren Schallpegelmessern und Dosimetern bis hin zu cloudbasierten Überwachungssystemen - erhalten Sie ein umfassendes, praktisches Instrumentarium für moderne Arbeitsschutzbewertungen.
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